FORTBILDUNGSPROGRAMM

Aktuelle Fortbildungsangebote Herbst 2010 /
1. Halbjahr 2011

 

Unsere Fortbildungs- und Supervisionsangebote für Angehörige von pädagogischen und helfenden Berufen richten sich besonders an MitarbeiterInnen von Frauenhäusern, therapeutischen und Rehabilitationseinrichtungen, Kindertagesstätten sowie Einrichtungen der offenen und stationären Jugendhilfe.

Über unsere Programmangebote hinaus besteht  für MitarbeiterInnenteams die Möglichkeit, mit uns Fortbildungsveranstaltungen oder Supervision zu vereinbaren, die auf ihre speziellen Bedürfnisse ausgerichtet werden können.

 

Einführungsseminar:
Trauma und Ressourcen im Umgang mit Gewalterfahrungen

 

 

Leitung: Ingeborg Joachim

Datum:    Dienstag, 9. November 2010

Gewalterfahrungen, die innerhalb und außerhalb der eigenen Familie gemacht werden, erzeugen häufig einen Kreislauf von Scham, Schuldgefühlen und sozialer Isolierung, der es schwer macht, Hilfe in Anspruch zu nehmen und die Traumatisierung zu überwinden. MitarbeiterInnen von Einrichtungen, durch die Betroffene Hilfe erhalten können, sind in die Dynamik dieser Verarbeitungsprozesse einbezogen. Auch sie müssen Wege finden, mit den Schwierigkeiten und Rückschlägen ihrer Klientinnen umzugehen und ihre eigene Belastung durch den Kontakt mit immer neuen Gewalterfahrungen aufzufangen. Eines der Ziele der Einführungsfortbildung ist es auch, die Erkenntnisse der neueren Psychotrauma-forschung und –therapie für den beruflichen Alltag nutzbar zu machen. Folgende Schwerpunkte sollen behandelt werden:

  • Entstehung und Symptome von Schocktrauma und Posttraumatischer Belastungsstörung
  • Was bedeutet Ressourcenorientierung?
  • Prinzipien der Trauma-Arbeit

 

 

Sechsteilige Fortbildung  2011

Ganzheitliche Arbeit mit traumatisierten KlientInnen

(Voraussetzung ist die Teilnahme an einem unserer Einführungsseminare)

 

Leitung: Ingeborg Joachim und Ilse Röder-Debus

Die Arbeit mit traumatisierten KlientInnen in Institutionen und in der psychotherapeutischen Praxis stellt hohe Anforderungen an die Weiterentwicklung professioneller und persönlicher Ressourcen. Die Bedeutung von Beziehungs- und Ressourcenorientierung, Ganzheitlichkeit und Methodenvielfalt wird auch durch die neuere Trauma-Forschung bestätigt. Dies gilt insbesondere für die praktische Arbeit mit Überlebenden multipler und langanhaltender Erfahrung von Gewalt. Gleichzeitig ist es notwendig, die persönlichen Ressourcen der professionellen HelferInnen zu stärken, um der Gefahr von Burnout und Stellvertretender Traumatisierung zu begegnen.
Die kontinuierliche Gruppenarbeit ermöglicht nicht nur die Vertiefung von Theorie und Praxisreflexion, sondern soll auch zur Integration des Gelernten und zur gegenseitigen Unterstützung der TeilnehmerInnen beitragen.
Die einzelnen Workshops werden neben Theorieeinheiten Selbsterfahrungsanteile enthalten, die auf die berufliche Praxis ausgerichtet sind. Praktische Übungen werden sowohl zum Kennenlernen unterschiedlicher Methoden als auch zur Evaluierung der Praxissituation der TeilnehmerInnen eingesetzt. Weitere Elemente sind Fallbesprechungen und Prozessevaluation.

 

Themenschwerpunkte und Termine:

 

Teil I:        Donnerstag,  20. Januar 2011

Die Bedeutung von Körper- und Sinneswahrnehmung, die Funktion des „Inneren Beobachters“ in der Trauma-Arbeit, Modelle der Trauma-Verarbeitung.

Teil II:       Donnerstag, 24. Februar 2011

Auswirkung von Traumatisierung auf den Kontakt zu sich selbst und anderen (insbesondere nach Gewalterfahrungen). Trauma-Folgen für Familien- und Arbeitsbeziehungen, soziale Kontakte und soziales Netz.  Problem der Retraumatisierung.


Teil III:     Donnerstag, 24. März  2011

 

Phasenmodelle der Trauma-Arbeit, Alltagsbewältigung, Stabilisierung: Stressregulierung, Selbsthilfetechniken, medizinische Hilfen Körperarbeit.

 

Teil IV:      Donnerstag, 14. April 2011

Ressourcenorientierte Imagination in der Trauma-Arbeit, Einführung in deren Grundprinzipien und praktische Beispiele.

 

Teil V:       Donnerstag, 19. Mai 2011

Entwicklung professioneller Ressourcen

 

Teil VI:        Donnerstag, 9. Juni 2011

Psychohygiene (Burn-out, Stellvertretende Traumatisierung), Integration des Gelernten.

 

 

Fortbildungstag

Die Einbeziehung des Körpers in die Beratung und Begleitung von traumatisierten KlientInnen

 

Leitung: Ingeborg Joachim

Datum:    Dienstag, 25. Januar 2011

Traumatische Erfahrungen haben auf unterschiedlichen Ebenen körperliche Auswirkungen auf die Betroffenen. Verletzungen durch erlittene Gewalt können bleibende gesundheitliche Folgen nach sich ziehen. Die Erinnerung an erlittene Gewalthandlungen kann dazu führen, dass Bereiche des Körpers negativ besetzt bleiben.
Auch die posttraumatischen Stressreaktionen haben eine wichtige körperliche Komponente, wenn das vegetative Nervensystem aus der Balance geraten ist und sich zahlreiche Symptome wie z.B. Schlaflosigkeit oder Übererregung entwickeln können. Dadurch kann auch die Beziehung zum eigenen Körper nachhaltig gestört werden, was sich in mangelnder Selbstfürsorge oder Ablehnung des eigenen Körpers bis hin zum Selbsthass ausdrückt.
All diesen Aspekten begegnen professionelle MitarbeiterInnen im Alltag der Begleitung von traumatisierten KlientInnen ebenso wie in der Beratungspraxis.

Der Fortbildungstag will dazu ermutigen, körperbezogene Ressourcen erfahrbar zu machen. Es sollen Prinzipien zu verdeutlicht werden,  nach denen in unserem Ansatz von Trauma-Arbeit der Körper in den verschiedenen Arbeitsfeldern einbezogen werden kann. Wir wollen Übungen bzw. körperbezogene Methoden anbieten und ihre Einsatzmöglichkeiten diskutieren. Ebenso soll aber auch auf bereits bekanntes und bewährtes Handwerkszeug zurückgegriffen werden, das nach diesen Prinzipien der Trauma-Arbeit modifiziert werden kann. Ein weiterer Aspekt unserer Überlegungen ist die Frage wie die strukturellen Bedingungen der Arbeitsfelder  sich in diesem Zusammenhang unterstützend oder hemmend auswirken können.

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Arbeitszeiten für alle Fortbildungstage:

10.00h – 13.00h und 14.30 – 17.30

Veranstaltungsort

Alle Fortbildungs- und Supervisionstage finden in der

Praxis Rau/Joachim, in der Querstr. 2c in Frankfurt statt.

Mit der Anmeldebestätigung erhalten Sie eine Wegbeschreibung.

Teilnahmegebühren

Für alle Seminare € 90.- pro Tag

Für die mehrteiligen Fortbildungen und Kursangebote ist eine Zahlung in Raten möglich.

Konto-Nr. 616079604, Postbank Frankfurt, BLZ 50010060

Anmeldung und Information

Traumahilfe e.V.

Hartmann-Ibach-Str. 105

60389 Frankfurt

Tel./Fax: 069-464666

e-mail: info@traumahilfe.net

Information und Anmeldung zu allen Veranstaltungen:

e-mail oder Tel: Fax: 069-46 46 66

Anmeldeformular zum Ausdrucken und Faxen:
Anmeldeformular.pdf
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